Fleischer, Helene

Naulitzer Str. 9

 

1 Stolperstein gesetzt am 02.11.2012

Verwandte
Lätzsch

 

Helene Fleischer wurde als Margarete Helene Lätzsch am 11.6.1899 in Leumnitz bei Gera geboren. Sie arbeitete als Stubenmädchen und im AOK-Sanatorium. 1919 trat sie in die SPD ein und wechselte 1923 zur KPD. Sie war im Betriebsrat der Geraer Firma Hirsch. 1931 wurde sie für die KPD Mitglied des Thüringer Landtages, 1932 auch Reichstagsabgeordnete. 1934 wurde sie in Apolda verhaftet und vom OLG Jena verurteilt. Das Urteil verbüßte sie im Zuchthaus Gräfentonna und im Zuchthaus Hohenleuben. Danach kam sie ins KZ Moringen in „Schutzhaft“. Nach zwischenzeitlicher Freilassung wurde sie 1941 erneut verhaftet. Helene Fleischer starb am 26.06.1941 in der Landesheilanstalt Stadtroda. Sie wurde 42 Jahre alt.

Verlegeort ist vor der Wohnung.


Quelle

Unterm Hakenkreuz S.80-83