Karlsruher, Leo, Anna Orlamünder

Karlsruher, Orlamünder, Wernik

Nicolaistraße 5

 

2 Stolpersteine gesetzt am 17.06.2011

Verwandte
nicht bekannt

 

Leo Karlsruher (geb. 1889) und die Nichtjüdin Anna Orlamünder (geb. 1896 in Grana bei Zeitz) hatten einen Sohn Eberhard (geb. 1931) Die Nationalsozialisten bekämpften die Beziehung des unverheirateten Paares mit ihren Rassegesetzen. Das Schimpfwort dafür hieß „Rassenschande“. Leo wurde 1935 verhaftet und zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Als 45-jähriger hatte gerade seine Arbeit als kaufmännischer Angestellter im Kaufhaus Hermann Tietz ( später„Hertie“) verloren. Nach der Haftzeit bekam er eine Arbeit in der Firma Halpert & Co. Im Mai 1938 wurde er erneut verhaftet und nach Buchenwald gebracht. Er kam dort 1940 im Alter von 51 Jahren ums Leben. Anna Orlamünder starb bei einem Luftangriff auf Gera 1945. Eberhard Orlamünder überlebte. Es gab einen Kontakt zu ihm noch 2010.

Verlegeort ist vor der Wohnung von Anna Orlamünder.


M.W. (Stand 22.10.2013)